Was sind die schönsten Bräuche zur Geburt?

Es ist der erste Höhepunkt im neuen Leben aller frischgebackenen Eltern: die Geburt des Kindes. Wie bei allen wichtigen Ereignissen im Leben, so ranken sich auch um dieses zahlreiche Traditionen, Bräuche und Feste. Von der Dekoration des Geburtsplatzes mit Perlen, Holzschnitzereien und weiteren schönen Gegenständen bei dem afrikanischen Volk Zulu, um die Neugeborenen bereits zu Beginn ihres Lebens mit positiven Dingen zu umgeben, bis zum vielsagenden Storch in Deutschland, das kleine Wunder wird weltweit herzlich willkommen geheißen. Wie du nun das von euch geschaffene Leben feiern kannst und welche Bräuche sich für eure kleine Familie eigenen, erklären wir dir im Folgenden. 

Der Storch
Die altbekannte Legende des Storchs, der zum Dank dafür, dass er auf dem Dach nisten darf, der Familie ein Kind schenkt, ist der Ursprung einer der gängigsten Tradition in vielen Regionen Deutschlands. Bei dieser wird zur Geburt des Babys ein hölzerner Storch im Garten oder auf dem Dach des Hauses der frischgebackenen Eltern aufgestellt. Meist hält dieser dabei eine Windel mit einem hölzernen Baby im Schnabel. Einfach lässt sich in dem Fall das Geschlecht des Kindes ablesen. Ist das Band blau, zieht schon bald ein Junge in die Nachbarschaft. Eine rosa Schleife steht für die Geburt eines Mädchens.

Die Wäscheleine
Eine weitere Möglichkeit die frohe Botschaft für alle sichtbar aufzuzeigen, ist das Aufhängen einer Wäscheleine mit Babysachen von Freunden, Verwandten und Nachbarn. Baby-typisch schmücken Strampler, Babyschuhe, kleine Söckchen oder Schnuller den Vorgarten der jungen Familie. Dabei kann auch gebrauchte Babykleidung der älteren Geschwister verwendet werden. Beim Vorbeigehen wird jedem deutlich, dass vor kurzem Nachwuchs in die Nachbarschaft gezogen ist.

Die Erinnerungskiste
Um die schönsten Momente wirklich unvergesslich zu machen, bietet es sich für die junge Familie an, in einem kleinen Koffer oder einer Kiste all jenes zu sammeln, was Eltern, Verwandte und Freunde an die wichtigsten Momente des ersten Lebensjahres erinnert. Von der Geburt bis zum ersten Kindergeburtstag, kann der Mutterpass, der Schnuller, die ersten Babyschuhe oder Söckchen, Ultraschall- und auch weitere Familienfotos und Fotoalben an einem Ort gesammelt und aufbewahrt werden. Der Tradition nach, kannst du deinem Kind die Erinnerungskiste zum 18. Geburtstag oder zur Geburt deines Enkels schenken. Eine unbezahlbare Sammlung der schönsten Momente.

Der Umtrunk
Während es im norddeutschen Raum oft üblich für den frischgebackenen Papa war, ein Fest mit Bier und Sekt zu feiern, um dem Kind im übertragenen Sinne beim ersten Wasserlassen zu helfen, kannst du diese Tradition auch zu einer schönen Feier umgestalten. Nach der Ankunft von Mama und Baby im eigenen Heim, können Verwandte und Freunde das Kind willkommen heißen. Das Fest, das je nach Region auch als Babypinkeln bekannt ist, stellt die ideale Gelegenheit für niedliche Geschenke zur Geburt dar.

Baum pflanzen
Während eines solchen Festes, kann auch ein Baum, der das Sinnbild für Fruchtbarkeit, Gedeihen und Wachstum darstellt, gepflanzt werden. Nach alter Tradition wird bei der Geburt eines Mädchens ein Birnenbaum und bei der Geburt eines Jungen ein Apfelbaum gepflanzt. Mit diesem Brauch, der bereits den Römern bekannt war, schaffst du schon jetzt ein Platz an dem dein Kind später einmal, im Schatten seines eigenen Baumes zur Ruhe kommen kann.

 

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