Ab wann kann mein Kind puzzeln?

Ob im Kindergarten, auf dem Teppich im Wohnzimmer oder auf dem Schreibtisch, das Puzzeln zählt zu einer der wertvollsten Möglichkeiten des Zeitvertreibs. Nicht nur ist es eine Art Gehirnjoggings, es birgt auch viele Vorteile für jung und alt, die bei anderen Spielmöglichkeiten nicht aufzufinden sind. Ab welchem Alter dein Kind puzzeln und welche positiven Auswirkungen es auf seine Entwicklung haben kann, möchten wir dir in diesem Beitrag erläutern. 

Die Geschichte des Puzzles
Bereits im 18. Jahrhundert entwickelte der Londoner Kupferstecher und Kartenmacher John Spilsbury mit seiner zusammenlegbaren Landkarte Englands das erste Puzzle. Das 1763 als Lehrmittel für den Erdkundeunterricht ins Leben gerufene Spiel, wurde im Laufe des nächsten Jahrzehnts um 30 weitere Landkarten erweitert und ab 1775 wurden bereits die ersten Puzzle zur reinen Unterhaltung hergestellt. Der Kult, der bis heute aktuell ist, war geboren.

Kinder und das Puzzeln

Ob für die Kleinsten zum Lernen, oder für die Älteren um sich damit zu Spaß und Entspannung verhelfen, Puzzle gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr nur im Landkarten Design. Die Lieblingshelden deines Kindes und viele weitere Motive geben dieser Freizeitbeschäftigung eine persönliche Note. Gemessen an den Vorlieben und am Entwicklungsstand deines Kindes, gibt es für jeden Knobler genau das richtige.

Babys und Kleinkinder können sich bereits ab einem Alter von 18 Monaten an einfachen Holzpuzzle üben. Der Sinn für erste Formen und Farben, also die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit, ebenso wie die Feinmotorik kann auf diese Weise schon im jungen Alter gefördert werden. Durch die Beschreibung des Zusammengebauten, wird zudem der Wortschatz erweitert und die Eltern-Kind-Beziehung wird dank der gemeinsam verbrachten Zeit positiv beeinflusst. Auch die Hand-Augen-Koordination, die Geduld und Ausdauer, sowie das räumliche Denken profitieren von dem Spiele-Klassiker. Dabei solltest du stets darauf achten, dein Kind weder unter- noch überzufordern.

Für die Jüngsten eignen sich hochwertige Mini-Puzzle-Packs aus Holz, bei denen du ein einheitliches Design erkennen kannst. So kannst du die Neugier deines zukünftigen Rennfahrers mit einem Fahrzeuge-Puzzle wecken und deine junge Tierliebhaberin mit spannenden Meerestieren begeistern. Wie auch bei den Erwachsenen, bleiben Kinder länger konzentriert bei der Sache, wenn sie sich mit etwas beschäftigen, das ihren Interessen entspricht. Achte aus dem Grund auf die Vorlieben deines Kindes und versuche es nicht zum Puzzeln zu zwingen. Nur wenn dein Kleiner aus eigenem Antrieb das Rätsel lösen möchte, entwickelt sich seine intrinsische Motivationshaltung. Für unterwegs eigenen sich im Besonderen kleine Puzzle, die nach dem Spiel einfach wieder eingepackt und mitgenommen werden können.

Auch die Verfechter von Computer- und internetbasierter Lernsoftware, die durchaus zahlreiche Vorteile für das Leben in der heutigen Zeit hat und keinesfalls komplett vernachlässigt werden sollte, sollten sich der Grenzen dieses Mediums bewusst sein. Während die Fähigkeit einen Computer zu bedienen heute schon zu einer der wichtigsten Kulturfähigkeiten gehört, können elektronische Spiele die sinnlichen Erfahrungen mit Spielzeug nicht ersetzen. So können Gewicht, Beschaffenheit, Form und Geruch des Spielzeugs nicht über den Bildschirm wahrgenommen werden. Nur durch die Berührung mit den eigenen Händen und das Ertasten der Umwelt, können Kinder solch wichtige Eigenschaften einschätzen und erkennen.

Nicht ohne Grund ist das Puzzeln seit Jahrhunderten eine weit verbreitete Beschäftigungsmöglichkeit. Vom Legen der Karte Großbritanniens im Erdkundeunterricht bis zum beliebten Klassiker im Kinderzimmer an geselliger Spielnachmittagen, die Vorteile sind nicht zu vernachlässigen und werden Kinder späterer Genrationen bestimmt auch noch begeistern!

Kindgerechte Puzzle findest du hier.

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