Endlich wieder Ordnung im Kinderzimmer

Die meisten Eltern kennen das Gefühl: eine halbe Stunde nicht hingesehen und das Kinderzimmer hat sich in eine Höhle der Unordnung verwandelt. Was mit einem Auto oder einer Puppe begann, endet in einem Haufen von vermischten Spielsachen. Die Autos kurven zwischen Türmen aus Legosteinen, die natürlich von allen Playmobil-Figuren umgeben sein müssen, während das Kind auf dem Bettchen sitzt und eines der vier Bücher die es mitgenommen hat, in Seelenruhe liest.

Ja, das Chaos im Kinderzimmer ist ein Problem, das allen Eltern bekannt sein wird. Und das trotz der Tatsache, dass Ordnung im Kinderzimmer zu einem der fünf wichtigsten Erzhiehungszielen gehört. Dabei sei jedoch angemerkt, dass der Sinn für Ordnung den Kleinen leider nicht von Geburt an mitgegeben ist. Es ist ein Lernprozess, der sich über Jahre hinweg zieht. Zumal ja ein wenig Chaos besonders für die Kreativität der jüngeren Kids wichtig ist. Dennoch sollte eine gewisse Balance gefunden werden und mit ein paar wenigen, aber konsequent durchgesetzten Regeln, rückt der Traum vom ordentlichen Kinderzimmer ein Stückchen näher.

Früh übt sich wer später ein Meister werden will. So verhält es sich auch mit der Ordnung im eigenen Zimmer.

Bereits im Kleinkind-Alter kann dir dein Kind im Haushalt behilflich sein. Spielerisch kann es dir beim Sortieren, Putzen und Verräumen helfen. Ganz nebenbei wird deinem Kind dabei vorgelebt was es heißt, aufzuräumen um dann für das nächste Abenteuer Platz zu haben. Auch im Kinderzimmer werden die Kleinen im Kindergarten-Alter noch Hilfe benötigen. Mach Ordnung am besten zu einem Ritual und das regelmäßige Aufräumen wird zu einem Spiel und nicht zu einer nervigen Aufgabe.

Für Schulkinder hingegen ist die wachsende Eigenständigkeit wichtig. Im eigenen Herrschafts- und Entscheidungsbereich sollten Eltern lediglich Grenzen abstecken, in denen die Kids sich dann frei bewegen können. So kannst du beispielweise gemeinsam mit deinem Kind einen wöchentlichen Aufräumtag festlegen oder die "Wohnorte" des jeweiligen Spielzeugs auf einer gemeinsamen Entdeckungstour bestimmen. Stehen die Spielzeugautos immer auf ihrem "Parkplatz" oder die Puppen in ihrem Puppenbett, ist der verfügbare Platz zum Spielen gleich größer. Vor dem Hausaufgaben-machen den Schreibtisch aufzuräumen oder die Jacken immer auf der Garderobe aufzuhängen, wird nach einer gewissen Zeit zur Selbstverständlichkeit werden. Mach deinem Kind klar dass, obwohl dies sein Bereich ist, eine gewisse Hygiene eingehalten werden sollte. Schmutzige Teller haben nichts im Kinderzimmer zu suchen und werden nur gewaschen, wenn sie selbstständig in die Küche gebracht werden. Du wirst überrascht sein, wie gut sich dein Kind die richtigen Plätze aller Spielsachen merken kann, wenn es die jeweilige Ordnungsbox selber aussuchen darf.

Kuscheliger Teppich für dein Kinderzimmer

Baby auf kuscheligem Teppich

Zudem kannst du das Kinderzimmer in verschiedene Bereiche gliedern. Platz für einen gemütlichen Sitzsack und die Krabbeldecke findet sich in einer, mit Wandstickern gemütlich gestalteten Lese- und Kuschelecke, im Anziehbereich können Pullover oder Cardigans in der ganz eigenen Garderobe aufgehängt werden und in der Musik- oder Spielecke kann mit dem Xylophon oder der Rassel auch mal ordentlich Lärm gemacht werden.

Ab und an sollten die sich über Jahre hinweg angesammelten Spielzeuge auch aussortiert werden. Lass deinem Kind dabei am Besten die Wahl: "Willst du lieber diese Puppe oder diese Rassel behalten?". Mit diesem kleinen Trick wird auch das sonst so gefürchtete Ausmisten zu einer kinderleichten Angelegenheit.

Das Kinderzimmer chaosfrei zu halten ist ein fortlaufender Prozess. Kinder wachsen, entwickeln sich weiter und ihre Interessen verändern sich. Erwarte in den ersten Lebensjahren nicht zu viel von deinem kleinen Sprössling und gib ihm die Gelegenheit, sich auch mal ganz alleine um sein Zimmer zu kümmern!

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