Das hellblaurosa-Team wünscht dir ein schönes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die alljährliche Geschenke-Jagd ist abgeschlossen, der Duft von selbstgebackenen Plätzchen liegt in der Luft und der Schein der Weihnachtsdekoration hüllt den Raum in eine adventliche Atmosphäre. Kommen all diese Faktoren zusammen, ist der Heilige Abend und sein kindlicher Höhepunkt, die Bescherung nicht mehr fern. Während Mama und Papa sich auf ein Wiedersehen mit der ganzen Familie freuen, steigt bei den Kindern die Aufregung wegen der Geschenke. In diesem Beitrag möchten wir dir kurz einige Traditionen rund um Weihnachten präsentieren und dir damit vielleicht einige hilfreiche Last-Minute-Ideen für ein schönes Fest geben.

Das Christkind, der Weihnachtsmann und Rudolf mit der roten Nase - viele Traditionen und fantasievolle Geschichten ranken sich um das schönste Fest im Jahr. Ein Fest, bei dem sich die ganze Familie versammelt und in besinnlicher Atmosphäre die gemeinsame Zeit genießen und zur Ruhe kommen kann. Nach einem wochenlangen Vorbereitungsmarathon aus Weihnachtsmarkt-Besuchen, Lebkuchen- und Plätzchen-Schlemmereien und der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken, ist am 24. Dezember endlich der Höhepunkt der Adventszeit erreicht. Die Familie versammelt sich zum gemeinsamen Festessen und schafft gemeinsam wunderschöne Erinnerungen.

Weihnachten rund um den Globus

Entgegen der Vermutung vieler Familien, entstammt die Bescherung in Deutschland einer relativen jungen Tradition. Erst im Zuge der Reformation wurde die feierliche Übergabe der Geschenke auf den 25. und später auf den Abend des 24. Dezember verlegt. Bis zu dem Zeitpunkt war es der Nikolaus der den Kleinen am 6. Dezember die Geschenke in ihre Strümpfe legte. Von den frühen Reformatoren begonnen, feiern in der heutigen Zeit die meisten Familien die Bescherung am Abend des 24. Dezembers, meist mit dem Erscheinen des ersten Sterns am Nachthimmel. Wurde dieser von einem der anwesenden Kindern entdeckt, kann das Auspacken losgehen.

Bei unseren Nachbarn in Polen, ist das 12-gängige Festtagsessen, welches an die 12 Apostel erinnern soll, eine hoch geschätzte Tradition. Am 24. wird zudem bis zum Essen am Abend, bei dem kein Fleisch serviert wird, gefastet. Selbst unerwartete Gäste finden in polnischen Familien dank des zusätzlichen Gedecks einen warmen Platz und können mit der Familie die weihnachtlichen Backoblaten nach dem Tischgebet teilen. Anschließend steht der Besuch der mitternächtlichen Messe an.

Anders sieht es bei den Briten aus. In Großbritannien werden die Geschenke zwar am Heiligen Abend unter den Baum oder in die Strümpfe der Kinder gelegt, ausgepackt werden diese allerdings erst am Morgen des 25. Dezembers. Am Vorabend steht die traditionelle Weihnachtsansprache der Queen und das Essen des Plum Puddings auf dem Plan.

Etwas weiter weg, genauer gesagt in Russland, wird Weihnachten erst am 7. Januar gefeiert. Väterchen Frost (Ded Moros) und das Schneemännchen (Snegurotschka) bringen einigen Kindern die Geschenke pünktlich zur Bescherung am 31. Dezember sogar mit einem Pferdeschlitten.

In Mexiko wird die Suche Maria und Josefs nach einer Herberge bereits ab dem 15. Dezember nachgespielt. Diese Feste, die bis zum Heiligen Abend andauern, nennen sich in Landessprache Posadas und finden beim Festtagsessen und der Nachstellung der Geburt Jesu um Mitternacht einen schönen Höhepunkt.

Etwas befremdlich, aber nicht weniger schön, ist die Darstellung des Weihnachtsmannes in Australien. Da das bei uns winterliche Fest in Australien direkt in die Sommermonate fällt, trägt der Weihnachtsmann dort auch schon einmal eine Sonnenbrille oder coole Badeshorts. Hör doch einmal in das Weihnachtslied Six White Boomers rein und lass dich von dem lustigen Liedtext überraschen.

Selbst im weit entfernten Indien, findet sich eine einheimische Tradition in etwas abgeänderter Form wieder. Ein Weihnachtsbaum, dort allerdings meist ein geschmückter Mangobaum oder eine Bananenstaude, ist dort bei den meisten Familien vorzufinden. Und während gerade einmal 22% der Deutschen die Weihnachtsmesse besuchen, ist die dreistündige Weihnachtsmesse in Indien weitaus besser besucht. Das anschließende Festmahl mit Curryreis und Gemüse und das ausgelassene Tanzen und Singen sind weitere Highlights des beliebten Festes.

Auf dem afrikanischen Kontinent unterliegen die Feierlichkeiten ebenso regionalen Unterschieden.
So beginnen in Ghana, nach der anstrengenden Kakaoernte, die weihnachtlichen Festivitäten bereits am 1. Dezember mit dem Schmücken von Häusern und Wohnvierteln mit Lampen, Kerzen und Funkelndem Schmuck.
Im westafrikanischen Liberia ist die weihnachtliche Tradition umgekehrt: anstelle der Verteilung von Geschenken, sammelt der alte Mann Bayka Geschenke ein.
Eine besonders schöne Manifestation des Festes der Liebe findet sich in Nigeria. Dort wird ein Großteil des verdienten Geldes für das große Feuerwerk und das Essen, das nach einem gemeinsamen Zubereiten mit den Nachbarn geteilt wird, ausgegeben.
Besonders viel Zeit für Heiligabend nehmen sich die Bewohner der Demokratischen Republik Kongo. In vielen Kirchen findet ein stundenlanges Musical, das mit der Darstellung der Schöpfungsgeschichte beginnt und erst mit dem Befehl König Herodes, die neugeborenen Jungen töten zu lassen, endet. Die festliche Mahlzeit wird am 1. Weihnachtsfeiertag verspeist.

Trotz all der Unterschiede lässt sich das klare Muster der Liebe, des Mitgefühl und der Gemeinsamkeit bei allen Feierlichkeiten rund um den Globus erkennen. Die Zeit mit der Familie und die Feiertage, während derer sich erholt werden kann, sind für Familien weltweit die wichtigsten Highlights des Jahres.

In diesem Sinne wünschen wir dir und deiner Familie ein schönes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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